Kleve singt und lacht in 2050

Posted by: on Nov 25, 2012 | Keine Kommentare

In den Weiten der Vorstellung bin ich durch ein Paraleluniversum gestrauchelt. Bäume und Sträucher säumten die Wege, allesamt essbar, in der gesamten Innenstadt Kleves.ZukunftDie Bürger freuten sich über den letzten Ratsbeschluss wie schon so viele Male vorher. Jetzt werden wieder einige Schrottimmobilien abgerissen und in Anwohnerparks umgewandelt. Der demographische Wandel hat auch vor unserer Stadt nicht halt gemacht und die nicht mehr benötigten Flächen für andere Nutzungen freigemacht. Einige sind jedoch der Meinung das die vielen Grünflächen die Menschen von der Arbeit abhalten würden, den einige Firmen klagen in der Tat über das immer häufigere zu spät kommen ihrer Beschäftigten. Die durch die Hochschule entstandenen, inzwischen unzähligen kleinen Firmen nutzen die bereits vielfach vorhandenen kleinst-Erholungsflächen für ihre Pausen als auch zu After-Work-Treffen  Das inzwischen viele benachbarte Firmen gemeinsam ihre Pause verbringen hat überdies zur Ausdehnung der Pausen beigetragen. Das gerade im Sommer und Herbst in den Kleinst-Gärten auch noch erntereifes Obst und Gemüse zu finden ist verstärkt zudem die Aufenthaltsdauer.

‘Made in Kleve’
Die vor Jahrzehnten ins Leben gerufenen Niederrheinfahrräder in Apfelgrün sind inzwischen alle mit Kautschukreifen, Made in Kleve, ausgerüstet. Der aus Löwenzahn gewonnene Kautschuk, wird nun seit wenigen Monaten durch den inzwischen fast 80 jährigen Dick Karton, getestet. Das einzige Automobil das mit Kautschukreifen ausgestattet ist dreht täglich auf dem Parkplatz der Residenz ‘Seniorenglück’ seine Runden. Dieser von den Klever genannte Ameland Express, Dick gönnt sich nach jeder Runde ein Nobeltje, gehört inzwischen zu Kleve wie die Schwanenburg. Da dieses, zwar etwas veraltete Elektromobil, keine Schadstoffe verursacht kann Dick seine Runden weiter drehen.

Kleiner Minoritenplatz
Das Green Building Quartier am Spoykanal ist inzwischen in die Jahre gekommen, aber die seiner Zeit mit bedacht ausgewählten Materialen scheinen mit den Jahren immer ansprechender und schöner zu werden. Der Klosterhof ist zu einem wahren Touristenmagneten geworden. Auf den historischen Grundmauern wurde eine Kleinteilige Häuserzeile konzipiert die zum Platz hin mit abwechslungsreicher Gastronomie besetzt ist. Über der Gastronomie sind hochwertige altengerechte Wohnungen entstanden. Jeweils zwei Häuser teilen sich einen Fahrstuhl und entgegen der vor Jahrzehnten geäußerten Befürchtung, das diese Wohnungen durch den Geräuschpegel unattraktiv seien hat sich ins Gegenteil verkehrt. Zum einen sind die Wohnungen Schallisoliert gebaut aber am meisten wurde unterschätzt das die Bewohner gerade die vorhandene Lebendigkeit suchen. Die Architektur ähnelt der Häuserzeile in der Rue de Castiglione in Paris jedoch mit der niederländischer Nüchternheit wurde diese in U-Form gebaute Häuserzeile einheitlich in Klinkerbauweise errichtet. Die in dieser Zeit praktisch als Seuche grassierende Angewohnheit Wärmeverbundsysteme an jede nur vorzufindende Wand zu bringen ist glücklicherweise  2020 deutschlandweit verboten wurden.

Der ‘kleine Minoritenplatz’ wurde mit Kopfsteinpflaster ausgelegt und eine Skulpturengruppe erinnert an die Wechselvolle Geschichte dieses Ortes. Der ‘große Minoritenplatz’ wurde nach fast 6 Jahrzehnten bebaut. Die lange Wartezeit hat sich mehr als gelohnt. Die Archäologen fanden 2013 verschiedene Münzen wie Dukaten, Silber Groschen und einen der ersten Goldgulden überhaupt. Vermutlich wurden an dieser Stelle Wegezölle genommen und bereits im 13 Jahrhundert Handel betrieben.

Ein Einkaufscenter???
An die Fehlplanungen von 2012 denkt niemand mehr. Damals wurde vom Rat der Bau eines Einkaufscenter angedacht. Aber nicht zuletzt durch das Wissen und Engagement der Bürgerschaft wurde schnell deutlich das die planerischen Fehler des Städtebaus der zurückliegenden 60 Jahre endlich aufhören musste. Großprojekte leiden an einer überterminierten, in ihren Funktionen festgelegten Form. Wenn die Geschichte weitergeht, archäologischen, veralten diese Bauten sehr schnell.

Die behutsam freigelegten archäologischen Funde wurden in die Gestaltung des großen Minoritenplatzes aufgenommen und sind für jedermann sichtbar und erfüllen die Klever nach wie vor mit stolz.

Die etwas später gebaute Markthalle ist am ganzen Niederrhein für seine frischen Produkte aus dem Umland bekannt.

Gonzales Brüder
Die in einem neojugendstil anmutende Halle wurde von einem Klever Glaskünstler entwürfen. Das farbige Glas spielt mit dem Licht so das in der Halle die Sonne nie unterzugehen scheint. Der kugelförmige Bau ist das optische und gesellschaftliche Zentrum des Platzes. Die hochmoderne Bücherei im Obergeschoss ist direkt mit der Hochschule verbunden. Forschungsergebnisse werden hier täglich vorgestellt und von der gesamten Wirtschaft regelmäßig gelesen und abgerufen.

Parterre ist die Markhalle untergebracht. Die einzelnen Marktstände sind allesamt aus Eichenholz des Reichswaldes gebaut. Dieser inzwischen völlig intakte Mischwald versorgt den ganzen Niederrhein mit Bau- und Möbelholz. Der gesamte Bau auf dem Minoritenplatz wurde seinerzeit erstmalig und als Novum in Europa von der Kreishandwerkerschaft koordiniert. Das Ergebnis hat gezeigt das die erreichte Qualität und der vergleichbar geringe Kostenaufwand über keine andere Ausschreibungsform zu gewährleisten ist. Diese Model hat inzwischen Schule gemacht. Neben der Vielfalt landwirtschaftlichen Produkte die täglich angeboten werden stehen die Ergebnisse der Handwerker.

Die Handschrift fast aller ist herauszulesen. Das geflügelte Wort ‘Wer hat das gemacht‘ ist beinahe überflüssig. So wie alle Hüte die in Kleve getragen werden von Dreis sind, sind die meisten Fliesenarbeiten von der Firma Gonzales die in 2013 in der großen spanischen Rezession nach Kleve ausgewandert sind. Die Gonzales Brüder haben die Tradition der Baukeramik aus Katalonien mitgebracht und jetzt zieren viele Häuser Fassaden mit Reliefen und Strukturen. Die Lebendigkeit der Neubauten hat endlich die Tristesse der in der Architektur der letzten Jahrzehnten abgelöst. Die Individualität der Keramik hat wieder viele kleine Manufakturen hervorgebracht. Das Gonzales als einer ihren ersten Aufträge den Boden als auch die Wände der neuen Markthalle gefliest haben war ein Glücksfall. Der Ausdruck ‘Spiel der Hand’ zur Charakterisierung von handwerklichen Fähigkeiten die kollegiale Bewunderung auslösen trifft hier im besonderen zu.

Erntedank
Nahezu alle Gastronomen der Region decken hier täglich ihren Bedarf. Die Auswahl und Frische hat sich bis nach Nijmegen und Arnheim rumgesprochen. Auf der wiedereröffneten Bahnlinie nach Nijmegen kommen gerade am Wochenende unzählige Besucher. Der Donnerstag hat sich als Schlachttag durchgesetzt und am darauffolgenden Freitag werden die Bestellungen abgeholt. Die ersten beiden Augustwochen stehen seit 2015 ganz in der Tradition des Erntedankfestes. Die gesamte Innenstadt Kleves bis hoch zur Schwanenburg ist eine einzige Genussmeile. In den letzten gut 10 Jahren hat sich dieses Erntedankfest zum Oktoberfest des Niederrheins gemausert. Und die inzwischen neu erbauten Hotels lassen an die Bäderzeit in Kleve zurückdenken.

Reisanbau im Tausenttal
Die inzwischen stark sanierungsbedürftige Hochschule hat sich in der nachhaltigen Landwirtschaft europaweit einen Namen gemacht. Die von Anfang an begonnene Zusammenarbeit mit der Uni in Wageningen hat die Niederrheinlande zum größten Forschungsgebiet für nachwachsende Faserstoffe gemacht. Die Artex in Arnheim macht inzwischen, aufgrund der großen Nachfrage, jährlich zwei Mal eine Modenschau mit Entwürfen aus heimischen Textilien. Natürlich ‘Made in Niederrheinlande’. Das die erste Hochschulleiterin eine ausgewiesene Textilerin war hat zur schnellen Umsetzung naturgemäß beigetragen. Diese beiden Umstände das zum einen eine vielfältige Bauernschaft eine unendlich erscheinende lassende Vielfalt an Landwirtschaftlichen Produkten von fast vergessenen Obst und Gemüsesorten bis hin zu strapazierfähigsten Faserstoffen für Kleidung und Industrie und nicht zu vergessen der Urochse den die Stichting Taurus zusammen mit der Uni in Wageningen zurückgezüchtet hat. Sein Fleisch ist unübertroffen seine Robustheit und die nahezu sprichwörtliche Resistenz gegen nahezu alle Krankheiten ist legendär. Noch bevor die Hochschule gebaut wurde hat ein in Kleve lebende Bildhauer, er wurde auch der Hässliche genannt, Frau Marie Luise Klotz diesen Auerochsen als visualisiertes Zentrum des Konzeptes Kunstacker vorgestellt. Aber wie so oft hat es der Bildhauer nicht verstanden seine Vorstellungen ‘rüber’ zu bringen. Inzwischen ist der Urochse ein unentbehrlicher Helfer beim Reisanbau, ja Sie haben richtig gelesen, der Reisanbau ist seiner Zeit von den vielen Pakistanischen und Indischen Studenten in die Kreisstadt gelangt.

Im Dezember des Jahres 2012 sind auch die  niederländischen Pläne ‘Land für Wasser’ einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Neue europäische Gesetze zur Sicherung von Daten zwang den Stadtrat, aufgrund der nicht zu versichernden Datenmassen auf dem Fuji-Gelände endlich, und längst überfällig, Petra Anders, Hochwasserschutz Expertin, als Berater für den Rat der Stadt Kleve einberufen. In den darauf folgenden Jahren wurde Deiche gebaut die in erster Linie den Schutz Kleves dienen sollten, dieser Umstand eröffnete aber auch die Möglichkeit Ackerflächen temporär zu Fluten und als Anbaugebiete für den Reisanbau zu nutzen.

Die geradezu abenteuerlich anmutende Fischzucht in diesen Reisplantagen sind heute Standart und das sogar einige Schmuckkünstler auf Zuchtperlen zurückgreifen die in diesen Plantagen gezüchtet werden mag exotisch klingen aber so manch ein Frauenhals ziert eine solche Kette. Seit Jahren trägt das Kleverland den Beinamen ‘Tausenttal’. Den diese Region ist über die Grenzen hinaus für seinen Ideenreichtum bekannt und geschätzt. Das Label ‘Klever Schätze‘ ist zu einem Begriff geworden und auf allen richtungsweisenden Messen vertreten.

Baubotanik
Diese Umstände führten auch dazu mit der im Jahr 2014 gegründeten Fakultät, die im XOX Gelände untergebracht ist, eine weiter bahnbrechende Initiative auf den Weg zu bringen. Diese Fakultät für ‘Baubionik, Baubotanik & visionäre Kunst’ war angesichts der Fächer nachhaltigen Landwirtschaft und Bionik nur Konsequent und geradezu unausweichlich.

Inzwischen werden alle benötigten Brücken und Anlegebereiche, die gerade in den Reisfeldern, unentbehrlich sind mit ‘lebenden Pflanzen’ gebaut. Diese Tragstrukturen aus Holzpflanzen sind derart überzeugend und beeindruckend das sich hier enorme Zukunftsperspektiven auftun.

Anlässlich der Bundesgartenschau 1955 wurde auch die Dokumenta ins Leben gerufen. Seit der dritten Dokumenta 1964 war Joseph Beuys regelmässig vertreten. Die untrennbare Einheit von Kunst und Natur zeigt sich hier exemplarisch. Die Geschichte Kleves angefangen von Johann Moritz über Koekkoek und Mataré bis zu Beuys zeigt diese überdeutlich. Der Naturbegriff ist nicht nur für Künstler sondern für jeden Menschen elementar. Aus diesem Grund heraus ist im Jahr 2015 der Kunstacker mit der Stadt verschmolzen. Während dem jährlichen Erntedankfest werden im ganzen Kleverland Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt die von Künstlern, teils autonom teils in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Bauern und Kindern realisiert wurden vorgestellt. Das diese zum größten Teil visionären Exempel nachhaltig Richtungsweisend sind sollte eigentlich nicht erwähnt werden müssen. Diese Natur-Kunst-Werkstatt werden seit diesen Tage an allen Hochschulstädten ausgerichtet. Der wirtschaftliche Nutzen dieser künstlerischen Statements ist seit den 2020 Jahren belegt. Das die NaturKunstWerkstatt den Tourismus in Kleve einen enormen Schub gegeben hat lag auf der Hand.

Stadtrad für Stadtrat
Die zusätzlichen Menschenmassen in diesen Monaten greifen auf das in Deutschland einmalig flächendeckende Mobilitätskonzept wie Car-Sharing zurück. Registrierte Autofahrer nehmen bei Bedarf ein am Straßenrand stehendes Fahrzeug und fahren durch das Kleverland. Reservierungen sind nicht möglich. Nach der Tour kann das zuvor auf dem Parkplatz abgestellte Auto schon von einer anderen Person genutzt werden und weg sein. Aller Besucher Kleves bekommen über Ihre Smartphone Infos. Der nächste Car-Sharing-Pkw wird ebenso angezeigt wie das nächste Leihfahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn.

Aber seit Jahren ist die Bevölkerung wieder viel aktiver. Kurzstrecken werden natürlich häufiger zu Fuß zurückgelegt, da attraktive Fußwege und vielfach grüne, verkehrsberuhigte Flächen sowie die Anwohnerparks zum Ausruhen und Verweilen einladen. Mit Elektrorädern geht es nach Materborn. Das Auto wird nur dann genutzt, wenn es keine andere Möglichkeiten gibt.

Die inzwischen wieder völlig hergestellten Parkanlagen des neuen Tierpark sowie des Waldparks wären ohne das Engagement des Arbeitskreis „Kermisdahl-Wetering” nicht denkbar. Dieses Bürgerschaftliches Engagement war zu dieser Zeit noch nicht in dem Maße üblich wie essogenannte ist. Inzwischen ist dieses Engagement ein fester Bestandteil und wird im Rat der Stadt durch einen ständigen Sitz repräsentiert und ist nach wie vor unentbehrlich für die Zukunft unserer Stadt.

Alles in Butter
Die damals Zukunftsweisende Planung auf dem Grundstück der Margarine Union wirkt bis heute nach. Zwar wurde das Große Parkhaus von 2013 längst wieder abgerissen, aber als es gebaut wurde hat es die Möglichkeit eröffnet den großen Minoritenplatz eine Tiefgarage zu ersparen und somit wesentlich dazu beigetragen die von der Bevölkerung Mehrheitlich gewünschten Pläne umzusetzen. Das sogenannte Generationen Viertel direkt gegenüber dem Bahnhof ist praktisch eine Stadt in der Stadt. Es leben hier alle Bevölkerungsgruppen. Und das Experiment Eigentumswohnungen mit sozialen Wohnungsbau zu verknüpfen hat sich als erfolgreich herausgestellt obwohl es schwierige anfangs Jahre gab. Die direkte Nähe zum Bahnhof macht es den im Umland arbeitenden Familien überaus bequem und nicht zuletzt kann auf das altmodische Auto verzichtet werden. Die nähe zum den schönsten Platzen in Kleve, dem großen und kleinen Minoritenplatz macht diese Wohngebiet sehr begehrt. Zum täglichen Kauf der frischen regionalen Lebensmittel oder am Abend auf ein Bier sind die Wege kurz.

Der jährliche Höhepunkt ist aber nach wie vor die Abschlussveranstaltung auf dem großen Minoritenplatz zum Ende des Erntedankfestes. Die gleichzeitige Verleihung des Joseph Beuys Preises an die künstlerische Arbeit mit den zukunftsweisendste Ausrichtung wird in  der Markhalle verliehen. Diese Markhalle wurde den beiden Ausnahme Historikern Gorissen und de Werd gewidmet. Als Versorger für geistige Nahrung somit eine  wunderbare Symbiose. Bildung als Nährstoff in den 2012 Jahren, als das Schulsystem in Kleve noch mehr als bescheiden war, ein sichtbar symbolisches Zeichen. Inzwischen sind fast alle Schulen in Kleve vom Club of Rom ausgezeichnet und genießen einen hervorragenden Ruf.

Das seit Jahren erfolgreich arbeitende Jugendparlament hat in Kleve einen sehr großen Anteil an dieser grandiosen Entwicklung.

Als einer der letzen Schandflecke wird in den kommenden Tagen endlich das Spoycenter abgerissen und durch eine Liegewiese ersetzt. Nach der Gesetzesänderung von 2019 dürfen Häuser die länger als ein Jahr leer stehen in Abstimmung mit dem Gestaltungsbeirat abgerissen werden.

Bauschutt tut gut
Die Entsorgungsbetriebe der Stadt, seien diese nun städtisch oder privat, planen schon seit Jahren alle Bauvorhaben und Erdbewegungen und koordinieren diese.
Als ein Beispiel sei der Umgang mit wertigen Bauresten erwähnt. Sobald ein Gebäude umgebaut oder abgerissen wird sichtet der Gestaltungsbeirat die Substanz und es werden alle zur Weiterverarbeitung gebrauchsfähigen Materialien gelistet und bei neuen Planungen integriert und weitergenutzt. Das Aufkommen des zu entsorgenden Abfall hat sich auf ein Drittel reduziert. Die Dringend benötigten finanziellen Mittel werden so erheblich geschont. Das dadurch entstandene Bewusstsein im Umgang mit Ressourcen hat Nachhaltigkeit als Modewort ersetzt durch Sparsamkeit.

Die alten Klever Firmen sind wieder dazu übergegangen jegliches Produkt daraufgehend hin zu untersuchen ob es sich reparieren lässt. Das gesamte Handwerk hat durch diese Entwicklung einen Aufschwung erlebt der als Postindustrielle Revolution betrachtet werden kann. Inzwischen ist es wieder handwerklicher Standart Dinge zu produzieren die an Langlebigkeit ihrer fast vergessenen Vorfahren anknüpfen. Die Zahl der Studiengänger hat sich hierdurch wieder auf ein gesundes Maß reduziert. Ein Handwerker hat jetzt wieder die Anerkennung wie zur Zeit der Zünfte. Diese überaus wichtige Gesellschaftliche Entwicklung hat der SPD wieder dazu verholfen die 40% Marke nicht mehr zu unterschreiten. Da die Parteien aber nur noch auf Bundesebene von Bedeutung sind ist dies im lokalen nicht von Gewicht da inzwischen zwei Drittel der Ratsmitglieder Parteilos sind. Generell ist die Bürgerbeteiligung, seit dem die Ratssitzungen live übertragen werden und nicht öffentliche Ratssitzungen seit 2015 abgeschafft sind, stark gestiegen und die Politikverdrossenheit gleichzeitig stark zurückgegangen.

Es bleibt noch vieles zu tun aber auf das erreichte sollte man nicht ohne stolz zurückschauen.

(Bild Quelle: Retronaut)

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